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Beim Bremsen verlagert sich die Masse des Motorrades nach vorne. Während beim Stillstand je nach Konstruktion das Gewicht etwa zu je 50 Prozent auf beiden Rädern ruht, erzeugt die Vollbremsung eine Verlagerung des Gewichts bis zu 100 Prozent auf den Vorderreifen. Bei einer ausgewogenen Verzögerung wird das Gewicht zu etwa 80 Prozent auf das Vorderrad verlagert. Es gibt daher Motorradfahrer, die meinen, es reiche völlig aus, nur mit der Vorderbremse zu verzögern. Zu bedenken ist aber, dass man dabei eine kleine, aber dennoch vorhandene Bremswirkung verschenkt. Im normalen Verkehr empfiehlt es sich daher zu versuchen, immer mit Vorder- und Hinterradbremse im Verhältnis 80 zu 20 zu verzögern und dadurch eine optimal mögliche Bremswirkung auf beide Räder zu erzeugen.
Im Normalfall und ohne Übungen bremsen Motorradfahrer weit unter der physikalisch möglichen Wirkung ihrer Bremsen. Die Angst vor einem Blockieren des Vorderrades ist meist zu groß. Daher sind Bremsübungen notwendig, um sich langsam an den Grenzbereich der eigenen Maschine heranzutasten. Bremsübungen sollten prinzipiell auf einem leeren Park- oder Übungsplatz und unter fachlicher Anleitung erfolgen.
In der Realität ist man jedoch sehr oft gezwungen, langsamer zu fahren. Im Stop-and-go-Verkehr oder im Stau, bei der Parkplatzsuche, in engen Gässchen oder auf extrem schmalen Bergstraßen. Deshalb ist das Langsamfahren auch für Profis eine wichtige Übung, die immer wieder mal auch auf Touren gemacht werden sollte.
Nutzen Sie unsere Übungen zum Bereich Bremsen, um Ihr Fahrvermögen kontinuierlich zu optimieren.
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