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Ein grundgefährlicher und leider immer wieder folgenreicher Fehler von Motorradfahrern ist, dass sie die falsche Blickrichtung haben. Gerade in Gefahrensituationen kann dies verheerend sein. Die wichtigste Regel, die auch von erfahrenen Motorradfahrern manchmal nicht beherzigt wird, ist daher: Immer nach der Lücke suchen, immer dorthin blicken, wo es hingehen soll. Der Blick bestimmt die Richtung, in die gefahren wird!
Denn: Der Blick führt die Bewegung! Dies ist ein sensorisches Prinzip. Dass auch der moderne Mensch gerne nur auf den Nahbereich achtet, hat er vom Urmenschen, dem es zu einem Überlebensprinzip wurde, in Gefahrensituationen vor allem auf seine unmittelbare Umgebung zu achten. Beim Motorradfahren ist dieser Urinstinkt jedoch gefährlich. Je weiter man vorausschaut, desto eher erkennt man Gefahren. Aus einer unmittelbaren Gefahrensituation kommt man besser heraus, wenn man weiter in die Richtung schaut, in der die Lösung aus einer Gefahr liegt. In der Lücke.
Ein Beispiel: In einer enger werdenden Kurve, bei der am Kurvenscheitel die Leitplanke oder der Graben gefährlich Nahe kommt, liegt die Lösung nicht darin, auf die Leitplanke zu starren. Die einzig richtige Blickrichtung ist die zum Kurvenausgang. Wer in den Kurvenausgang blickt, führt seine Maschine automatisch in diese Richtung. Intuitiv legt man sich noch schräger in die Kurve, der Lenkeinschlag nimmt noch einmal etwas zu, selbst wenn man meinte, mehr Schräglage ginge nicht. Der Blick geht immer weiter in die Kurve hinein und verfolgt den weitesten einsehbaren Punkt bis zur wiederkehrenden Geraden.
Diese Grundregel ist bei allen folgenden Tipps und Übungen zu beachten.
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